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Unterwegs in der Natur der Voralpen und Alpen
Das Kleine im Grossen entdecken

Der ROTHIRSCH - imposant und geheimnisvoll - Tier des Jahres 2017 (CH)


Der ROTHIRSCH ist nach dem Elch die grösste Hirschart Europas und das grösste Wildtier in der Schweiz.
Warum gerade der Rothirsch von Pronatura zum Tier des Jahres 2017 gewählt wurde, erfahren wir auf ihrer Webseite.

Ausgeprägtes Kennzeichen der männlichen Tiere ist das Geweih, welches ein Gewicht von bis zu 20kg haben kann.
Erstmals im 2. Lebensjahr wächst dem Stier das Geweih, welches ihm als Imponier- wie auch als «Kampfwerkzeug» dient.
Jedes Jahr im Februar wird es abgeworfen und zwischen März und Juli neu aufgebaut.

Die Stiere (Männchen) leben - ausgenommen während der Brunftzeit - in männlichen Rudeln.

Die Kühe (Weibchen) hingegen, leben meist in Rudeln mit anderen Kühen, Kälbern und Jungtieren des Vorjahres zusammen.

BRUNFTZEIT
Die Zeit der Hirsch-Brunft im September bis anfangs Oktober ist ein gewaltiges Naturschauspiel.
Kämpfe um die Gunst der Kühe, lautes Röhren zur Verteidigung des «Harems» und laufendes Bemühen bei den Kühen sind die täglichen Extrem-Kraftakte der Stiere, der Platzhirsche. Diese kommen dabei kaum dazu sich auszuruhen und Nahrung aufzunehmen. Erhebliche Gewichtsverluste sind nicht selten.

Gut zu beobachten ist das Geschehen im Val Trupchun im Schweizer Nationalpark - eine der Hochburgen der Hirschbrunft. Nach der Brunftzeit verlassen die Hirsche den Park und wandern zur Überwinterung an die Sonnenhänge der Täler.

Das REH - kleinstes einheimisches Huftier

REHE gehören zur Familie der Hirsche als kleinste Hirschart.
Auch beim Reh trägt nur der Bock (Männchen) ein Geweih, welches jeden Herbst abgeworfen und bis zum nächsten Frühling wieder aufgebaut wird.

Durch die seitliche Augenstellung besitzt das Reh ein relativ grosses Sehfeld und kann Bewegungen sehr gut wahrnehmen. Seine Hinterläufe sind länger als die vorderen, was die Flucht in weiten Sätzen ermöglicht.
Rehe sind wie die Hirsche Pflanzenfresser und Wiederkäuer. Ihre Hauptnahrung sind Gras, Laub und Knospen.

Sie wechseln zweimal jährlich ihr Fell: April - Juni ins rötliche Sommerfell, September/Oktober ins graubraune Winterfell.

Im Winter können die Geschlechter anhand des Spiegels, dem weissen Feld am Hinterteil, unterschieden werden:
Beim Bock ist er nieren-, bei der Geiss herzförmig. Rehe haben keinen sichtbaren Schwanz.

Als Lebensraum bewohnen sie Wälder mit Boden- und Jungbewuchs sowie Lichtungen.

FORTPFLANZUNG
Die Geiss (Weibchen) hat eine ungewöhnlich lange Tragzeit. Nach der Brunft im Sommer werden die Kitze erst im Mai-Juni des nächsten Jahres geboren. Dies ergibt sich, weil die Keime erstmals frei beweglich in der Gebärmutter verbleiben und sich erst im Dezember/Januar in die Gebärmutterwand einnisten.
Vermutlich ist dies eine Anpassung an die Jahreszeiten.