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Unterwegs in der Natur der Voralpen und Alpen
Das Kleine im Grossen entdecken

Das MURMELTIER - pfiffiger Alpenbewohner


Das MURMELTIER gehört zur Familie der Hörnchen und zur Ordnung der Nagetiere.

Sein Bau - ein ausgedehntes und verzweigtes Gangsystem mit mehreren Ein- und Ausgängen, spielt in den deckungsarmen alpinen Grasregionen eine zentrale Rolle im Leben des Murmeltiers und ist:

· Zufluchtsort bei Gefahr
· Schutz vor Witterung
· sicherer Ort für Geburt und Aufzug der Jungen
· verschliessbare Winterschlafstätte.

Etwa 90% seines Lebens verbringt das Murmeltier im Bau, wovon allein der Winterschlaf um die 6 Monate pro Jahr ausmacht.

LEBENSWEISE
Murmeltiere sind sehr sozial und leben in Verbänden von mehreren Familien, die über Jahre zusammenbleiben.

LEBENSRAUM
Steinige Rasen und Weiden in der alpinen Zone mit tiefgründigem Boden, damit die Baue angelegt werden können, meist über der Waldgrenze, bevorzugt an südlich exponierten Hanglagen, da diese Hänge im Frühjahr am frühesten schneefrei sind.
Alpenmurmeltiere kommen auch mit extremen alpinen Bedingungen zurecht.

FEINDE/WARNUNG
Seine Hauptfeinde sind Adler und Fuchs, wobei es für den Adler die Hauptnahrung bildet.
Bei Gefahr stösst das Murmeltier - meist fungiert ein Tier als Wächter - den bekannten schrillen Pfiff aus.
Eigentlich ist es kein Pfiff sondern ein Schrei, welcher im Kehlkopf erzeugt wird.

WINTERSCHLAF
Im September, wenn das Maximalgewicht erreicht ist, werden grosse Mengen Heu für das Winternest im Bau herangeschafft. Etwa anfangs Oktober ziehen sich die Tiere in den Bau zum Winterschlaf zurück bis etwa Ende April. Der Bau wird mit mit Erde und Kies luftdicht verschlossen.
Im Winterschlaf passt sich seine Körpertemperatur der Umgebungstemperatur im Bau an. Die Tiere sind also unterkühlt und atmen nur noch ein- bis zweimal pro Minute. Die Herzschläge reduzieren sich von 200 auf ca. 30 pro Minute. Dadurch ist auch Kalorienverbrauch vermindert. So reicht die Fettreserve, um den Winter zu überleben.
Alle 3-4 Wochen wachen sie auf, um Darm oder Blase zu entleeren.

Kurz nach dem Austritt aus dem Winterschlaf findet im Bau die Paarung statt. Anfangs Juni wirft das Weibchen 2-4 Junge (oft auch mehr).