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Unterwegs in der Natur der Voralpen und Alpen
Das Kleine im Grossen entdecken

WANZEN - kleine Parasiten mit enormer Farb- und Formenvielfalt


WANZEN sind in Europa mit um die 1000 Arten vertreten und besiedeln praktisch alle Lebensräume. Zusammen mit den Pflanzenläusen und Zikaden bilden sie die Insektenordnung der Schnabelkerfe.



Wanzen sind in verschiedene Familien unterteilt und die grössten Exemplare stammen aus der Familie der Raubwanzen. Etwa 20 Arten davon sind im Voralpen- und Alpenraum heimisch.

Sie sind nicht nur form- und farbenprächtig, sondern auch sehr interessant, weshalb im 2007 die Ritterwanze zum Insekt des Jahres gewählt wurde. Damit wollte man auch etwas gegen das negative Image der Wanzen tun, welches absolut ungerechtfertigt ist.

NAHRUNG
Viele Wanzenarten saugen an Pflanzen und Früchten. Einige leben aber ganz oder teilweise räuberisch, indem sie lebende und tote Insekten aussaugen. Die Rote Mordwanze (Bild oben) ist eine ganz räuberisch lebende Art, während z.B. die rote Baumwanze an Früchten wie auch an Insekten saugt.


Wie alle Insekten weist der Wanzenkörper 3 Brustabschnitte auf, welche je 1 Beinpaar tragen. Am Kopf sitzt ein Saugrüssel.
Manche Arten haben Stinkdrüsen, mit denen sie übel riechende Substanzen absondern können und damit Angreifer oder Beutetiere betäuben.

FORTPFLANZUNG/ENTWICKLUNG
Die Fortpflanzung geschieht je nach Ausbildung des Legebohrers beim Weibchen auf sehr verschiedene Arten:
· Einbohren der Eier mit Legebohrer in Erde oder in Pflanzenteile
· Verscharren der Eier oder Ankleben an Pflanzenteile

· einige wenige kleben sie an die Flügel der Männchen.

Die aus dem Ei geschlüpfte Nymphe (Larve) macht bis sie ein ausgewachsenes Tier ist, mehrere Entwicklungsstadien mit Häutungen durch.